Motorradgruppe bis 10 Motorräder

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Verhaltenstipps für das Fahren in einer Motorradgruppe

(bis zu 10 Motorrädern)

 

1) Jeder Teilnehmer sollte über eine hinreichend genaue Karte der befahrenen Region verfügen, damit im Falle der Not ein Auffinden des Ziels möglich ist. Jeder Teilnehmer führt in der Kartentasche den Streckenplan mit; in ihm sind enthalten: die wesentlichen Orte, Bundesstraßen und Autobahnen, die passiert werden, Hinweise zu Punkten, wo Irrtümer möglich sind, die Handy-Tel.-Nr. des Gruppenführers und evtl. weiterer Tourteilnehmer.

 

2) Die Tour hat jeder mit vollem Tank zu beginnen. Unterwegs tanken alle, es sei denn sie verfügen mit absoluter Sicherheit über ein so großes Benzinfass, dass nur bei jedem zweiten Tankstop eine Nachfüllung erforderlich ist, gleichzeitig ihren Tank auf; die Distanz zwischen den Tankvorgängen bestimmt sich nach der Reichweite des Motorrads mit dem kleinsten Tank.

 

3) Alle 90 Minuten etwa wird eine Pause eingelegt, sofern sich nicht aus anderen Gründen, wie Besichtigungen o.ä. sowieso Pausen ergeben. Wann und wo gerastet wird, bestimmt der Gruppenführer.

 

4) Vorneweg fährt der Gruppenführer. Wer ruhig fahren möchte, schließt sich möglichst weit vorne an. Besonders schnelle Fahrer ordnen sich in der zweiten Hälfte der Gruppe ein. Ein erfahrener und schneller Mann macht den Schluss; er hat die Aufgabe, die Gruppe zusammen zu halten und sich bei Ausfällen um den Zurückbleibenden zu kümmern. Die Reihenfolge wird immer beibehalten. Überholt wird nur, wenn eine Information zum Gruppenführer zu bringen ist.

 

5) Es wird generell mit kurzen Abständen versetzt gefahren, wobei der Führer möglichst weit links fährt. In Kurven wird hintereinander auf der Ideallinie gefahren; das versetzte Fahren wird möglichst schnell wieder aufgenommen. Auf besonders engen Straßen oder Passagen kann es ebenfalls angeraten sein, hintereinander zu fahren. In Städten, besonders auf beampelten Straßen, soll, wenn möglich, in Zweier- oder gar Dreierreihe nebeneinander und mit möglichst kleinem Abstand gefahren werden. Besonders an Ampeln ist durch enges Aufschließen und fixen Start das Zusammenbleiben der Gruppe zu sichern. Der notwendige Abstand zum jeweiligen Vordermann muss vom Fahrer selbst bestimmt werden; Leitlinie muss sein: Bei einem Fehler des Vordermanns oder gar dessen Sturz darf ich nicht das Opfer werden!

 

6) Der letzte Mann fährt mit aufgeblendetem Scheinwerfer ebenfalls möglichst weit links, so dass er gut vom Führer im Rückspiegel erkennbar ist. Nach schwierigen Stellen, wo die Gruppe leicht hätte auseinanderfallen können, fährt er kurz, sofern dies ohne Verkehrsgefährdung möglich ist, auf die linke Fahrbahn, um dadurch dem Führer nach vorne zu signalisieren, dass alles o.k. ist; der Führer quittiert die Meldung durch kurzes seitliches Ausstrecken des linken Arms.

 

7) Wird die Gruppe durch Ampeln oder ähnliche Hindernisse getrennt, so wartet der letzte Mann der vorderen Gruppe an der nächsten Stelle, wo abgebogen wird, gut sichtbar auf die Nachkömmlinge. An der nächsten Abbiegestelle wartet wiederum der letzte der Gruppe, usw. Der Gruppenführer wartet, wo es ohne Probleme möglich ist, auf das u.U. in mehrere Gruppen getrennte Teilnehmerfeld.

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